Prosa der Astronomie ist umgezogen

Liebe treuen Lesenden

Es ist mir eine grosse Freude mitzuteilen, dass mein Blog „Prosa der Astronomie“ nun auf scilogs.spektrum.de zu finden ist, genauer gesagt unter diesem Astronomie Blog Link. Dieser Wechsel ermöglicht mir, noch viel mehr Astronomie-Interessierte zu erreichen.

Ich danke allen Leserinnen und Lesern, welche meinen Blog hier verfolgt haben und hoffe auf baldiges Wiedersehen auf scilogs.

Alles Gute

Oliver Müller

 

Die ultra-diffuse Galaxie Dragonfly 44 – ein kleiner Sieg für MOND

Neulich haben wir einen Letter in A&A publiziert, der sich mit einer der extremsten Galaxien im Universum befasst: Dragonfly-44 im Coma Haufen. Diese Galaxie wurde von Pieter van Dokkum und seinem Team im 2016 mit ihrem Dragonfly Teleskop entdeckt. Die Galaxie ist extrem leuchtschwach und beherbergt etwa hundert Kugelsternhaufen. Vergleichbare Galaxien enthalten eher maximal fünf Kugelsternhaufen. Auch die Bewegung der Kugelsternhaufen schien extrem – die Kugelsternhaufen bewegen sich so schnell, dass nur ein gigantischer Anteil Dunkler Materie das System zusammenhalten kann. Die Galaxie besteht aus 99% Dunkler Materie!

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Pint of Science – Basler Edition

Diese Woche finden innerhalb drei Tage „Wissenschaftsvorträge in Cool“ auf der ganzen Welt statt, so auch in Basel. Dies unter dem Deckmantel „Pint of Science“, das Konzept ist also klar: Bier und Wissenschaft, was ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte. Am Montag, im Restaurant Desperado, hielt ich also einen Vortrag über Kosmologie, den ich hier im Abriss nochmals vorstelle.

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Extrem tiefe Belichtung der NGC1052 Gruppe

Die Zwerggalaxien NGC1052-DF2 and NGC1052-DF4 haben ein enormes Echo in der Wissenschafts- sowie in der Mediengemeinde erfahren. Ihre Entstehungsgeschichte wird dabei heiss diskutiert und einige sehen die Zwerge als den Rosetta Stein der Galaxienforschung an. Deshalb wurde es an der Zeit, dass nicht nur diese beiden Galaxien genauer unter die Lupe genommen wurden, sondern das ganze Feld, in denen sie sich befinden. Den es gibt einige Ungereimtheiten in der Literatur.

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Das erste Bild eines Schwarzen Lochs

Die Allgemeine Relativitätstheorie hat schon unzählige Tests bestanden. Ein zentraler Bestandteil der Theorie ist die Existenz von Schwarzen Löchern. Bisher konnten wir diese erstaunlichen Objekte nur indirekt beobachten. Bisher. Heute wurde das erste Resultat des Event Horizon Telescopes präsentiert, und dies hat es in sich.

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Ein kreisförmiger Nebel, und gleich daneben ein dünner Jet, der zum Zentrum des Nebels zeigt.

Eine astronomische Kanonenkugel – der Neutronenstern PSR J0002+6216

Extremere Objekte zu finden als Neutronenstern ist alles andere als einfach.  Doch die folgende Aufnahme, deren Entdeckung dank der Unterstützung durch die Allgemeinheit zustande kam, hat es in sich. Wie wäre es also mit einem Neutronenstern, der einen Nebel durchschlagen hat und dabei einen sichtbaren Streifen hinter sich liess, wie etwa Flugzeuge am Himmel? Weiterlesen

MOND widerlegen, eine Anleitung

Die Entdeckung einer Zwerggalaxie, die scheinbar ohne Dunkle Materie auskommt, wurde als endgültiger Beweis zur Widerlegung alternativer Gravitationstheorien wie etwa MOND gefeiert. Dies wurde damit begründet, dass in solchen Gravitationsmodellen immer ein „scheinbarer Dunkle Materie“ Effekt beobachtbar sein müsste, da in ihnen die ganze Gravitation nur durch die sichtbare Materie hervorgerufen werden müsste. Dass dies aber nicht korrekt ist, darüber habe ich bereits mehrfach geschrieben. Es gibt ein ausgezeichnetes Phänomen in MOND, das erlaubt, dass Objekte Dunkle Materie frei erscheinen können. Dieser Externe Feld Effekt (EFE) beruht darauf, dass die Bewegung innerhalb eines Systems, welche wiederum in einem externen Gravitationspotential eingebettet ist, von diesem äusseren beeinflusst wird. Wenn das jetzt zu schnell ging, keine Sorge, wir besprechen das hier nun langsam der Reihe nach.

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Das Instrument MUSE.

NGC1052-DF2 zum Dritten – Oh du herrliche Dunkle Materie

Könnt ihr euch noch an das ganze Drama vor nicht allzulanger Zeit erinnern, welches die Bekanntmachung einer Dunklen Materie freien Zwerggalaxie hervorgerufen hat? Ein Team um van Dokkum an der Universität Yale hat einen Befund in Nature geliefert, dass die Zwerggalaxie NGC1052-DF2 keine Dunkle Materie enthalten darf, da ihre interne Geschwindigkeit viel zu klein ist, und nur durch die sichtbare Materie erklärt werden kann. In der populären Wissenschaft ging dieses Resultat wie ein Buschfeuer durch die Landschaft, und einer der Hauptpunkte war, dass alternative Gravitationsszenarien wie MOND dadurch falsifiziert wurden.

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Ein weiteres kosmologisches Rätsel – Die Häufigkeit der Zwerge um Spiralgalaxien

Während unser Standardmodell der Kosmologie – bestehend hauptsächlich aus Dunkler Materie und Dunkler Energie – auf der Grössenskala des Universums selbst wunderbar funktioniert, stösst es bei Galaxien immer wieder an ihre Grenzen. Speziell bei Zwerggalaxien – welche komplett Dunkle Materie dominiert sind und somit eigentlich gut durch dieses Modell erklärt werden müssten – vermehrte sich in den letzten Jahren die Diskrepanz zwischen Theorie und Beobachtung, wie zum Beispiel mit dem Satellitenebenen Problem (mit mindestens drei Nature und einem Science Artikel). Ein anderes rätselhaftes Phänomen, über das ich vor genau zwei Jahren schon einmal geschrieben habe, beschreibt den Zusammenhang zwischen der Bulge einer Spiralgalaxie und der Anzahl an Zwerggalaxien, welche die Galaxien umgeben. Eine neue Studie geleitet von Dr. Behnam Javanmardi in Iran, publiziert im Astrophysical Journal, in der ich selbst mitbeteiligt war, untersucht nun diesen Zusammenhang in kosmologischen Dunkle Materie Simulationen.

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