Ein weiteres kosmologisches Rätsel – Die Häufigkeit der Zwerge um Spiralgalaxien

Während unser Standardmodell der Kosmologie – bestehend hauptsächlich aus Dunkler Materie und Dunkler Energie – auf der Grössenskala des Universums selbst wunderbar funktioniert, stösst es bei Galaxien immer wieder an ihre Grenzen. Speziell bei Zwerggalaxien – welche komplett Dunkle Materie dominiert sind und somit eigentlich gut durch dieses Modell erklärt werden müssten – vermehrte sich in den letzten Jahren die Diskrepanz zwischen Theorie und Beobachtung, wie zum Beispiel mit dem Satellitenebenen Problem (mit mindestens drei Nature und einem Science Artikel). Ein anderes rätselhaftes Phänomen, über das ich vor genau zwei Jahren schon einmal geschrieben habe, beschreibt den Zusammenhang zwischen der Bulge einer Spiralgalaxie und der Anzahl an Zwerggalaxien, welche die Galaxien umgeben. Eine neue Studie geleitet von Dr. Behnam Javanmardi in Iran, publiziert im Astrophysical Journal, in der ich selbst mitbeteiligt war, untersucht nun diesen Zusammenhang in kosmologischen Dunkle Materie Simulationen.

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Ein Comic der Peanuts: Alle Figuren sind am Zeitung lesen.

Wissenschaftlicher Diskurs

Was ich immer wieder feststelle, wenn ich mit interessierten Laien über Wissenschaft spreche ist, dass ein grosses Missverständnis vorherrscht, wenn es um neuste Forschungsresultate geht. Wissenschaftliche Studien werden in Stein gemeißelt betrachtet, und wenn die Studie erst noch in einem grossen Journal wie Science oder Nature veröffentlicht, oder von Universitäten wie Cambridge, Yale, oder der ETH mitgestaltet wurden, dann müssen die Resultate doch stimmen. Stimmt nicht.

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Das Bild zeigt das Hauptgebäude des Observatorium mit Kuppel.

Neue Stadt, neue Stelle – bienvenue à Strasbourg

Vor nicht allzulanger Zeit habe ich erfolgreich meine Doktorarbeit an der Universität Basel verteidigt. Ähnlich wie bei den traditionellen Handwerken, ist die Zeit nach dem Abschluss geprägt von Wanderschaft – man sucht sich als frisch gebackener Wissenschaftler eine Stelle an einer fremden Universität. So bin ich also am Observatoire Astronomique de Strasbourg gelandet.

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